Die kreisfreie Stadt Duisburg ist eine der größten Städte sowie ein Oberzentrum des Landes. Der Hafen mit seinem Zentrum im Stadtteil Ruhrort gilt als größter Binnenhafen Europas. Duisburg beheimatet eine Universität, die zum 1.1.2003 mit der Nachbaruniversität Essen zur Universität Duisburg-Essen fusioniert wurde. Die Stadt in ihren heutigen Grenzen ist das Ergebnis mehrerer Gebietsreformen, durch welche umliegende Gemeinden und sogar größere Städte, darunter die ehemalige Großstadt (seit 1910) Hamborn, nach Duisburg eingegliedert wurden. Schon kurz vor der ersten größeren Eingemeindung 1905 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die 100.000-Grenze und machte Duisburg zur Großstadt. Heute steht Duisburg mit ihren etwa 505.000 Einwohnern an elfter Stelle unter den Großstädten Deutschlands. Die Stadt ist ein bedeutendes Zentrum der Stahlindustrie und verfügt über die mit 230 Quadratkilometern größte Produktionsstätte weltweit. Zudem stehen mittlerweile sämtliche der sechs im Ruhrgebiet betriebenen Hochöfen in Duisburg, sodass der Standort 49% der gesamten Menge an Roheisen und 34,4% der Menge an Rohstahl in Deutschland erzeugt. Intensive Ausgrabungen haben eine feste Besiedlung des hochwassergeschützten "Burgplatzes" bereits im ersten nachchristlichen Jahrhundert nachgewiesen. Der "Alte Markt" war seit dem 5. Jahrhundert der zentrale Handelsplatz der Stadt, die durch ihre Lage am Hellweg und an einer Rheinfurt ausgezeichnet war. Die Römer unterhielten hier eine regelmäßige Präsenz zur Sicherung des Rheinübergangs und der Ruhrmündung. Aufgrund seiner günstigen geografischen Lage auf eine Hochterrasse am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr wurde Duisburg zum Sitz einer Königspfalz und freie Reichsstadt; darüber hinaus war Duisburg eine Hansestadt. Durch die Verlagerung des Rheins von der Stadt weg, die vor etwa 1000 Jahren geschah, und der im 13./14. Jahrhundert zunehmende Verlandung des dann toten Rheinarms vor der Stadt, wurde die wirtschaftliche Entwicklung jedoch unterbrochen. Von der Kaufmannsstadt entwickelte sich Duisburg zur Ackerbürgerstadt. Das Wirken von Gerhard Mercator und die Gründung der Universität 1655 schufen die Anerkennung als "Gelehrtes Duisburg" ("Duisburgum Doctum"). Das Aufblühen von Tabak- und Textilmanufakturen im 18. Jahrhundert leitete eine Entwicklung ein, die mit der Industrialisierung zur "Montanstadt" führte. Große Industriewerke (Thyssen, Krupp, ...) bestimmten die Stadtentwicklung maßgeblich mit. Um die Werke entstanden ganze Stadtteile für die Arbeiter der einzelnen Betriebe. Als logistisches Zentrum des Ruhrgebietes und bedeutender Standort der Chemie- und Hüttenindustrie wird Duisburg bald zum primären Angriffziel alliierter Bomber. Dabei werden nicht nur die Industrianlagen, sondern auch gezielt die zivile Bevölkerung angegriffen. Die deutschen Verteidigungsbemühungen bleiben letztlich erfolglos und können die Zerstörung der Stadt nicht verhindern. Als Einflugschneise zum Ruhrgebiet erlebt Duisburg ab 1943 praktisch tägliche Luftalarme. Die 299 Bombenangriffe im 2. Weltkrieg zerstörten das alte Stadtbild nahezu vollkommen. 80% der Wohngebäude wurden zerstört oder stark beschädigt. In der Folge wurde praktisch die gesamte Stadt inklusive der Infrastruktur neu aufgebaut, wodurch die meisten historischen Merkmale verschwanden. Der Duisburger Hafen "duisport" ist nicht nur der größte europäische Binnenhafen, sondern auch offiziell Seehafen. Mit flussgängigen Seeschiffen werden von hier im Linienverkehr Häfen in Europa, Afrika und im vorderen Orient bedient. Die verschiedenen Hafenbecken liegen teilweise am Rhein, überwiegend jedoch an der Ruhrmündung im Stadtteil Ruhrort. Jährlich werden rund 40 Mio. Tonnen Güter aller Art umgeschlagen. Über 20.000 Schiffe laufen jährlich den Hafen an. Kernstück sind die öffentlichen Hafenanlagen mit einer Ausdehnung von 740 Hektar, 21 Hafenbecken von über 180 ha ergeben eine Uferlänge von 40km. Dazu kommt noch das Logport Logistic Center Duisburg mit 265 ha Fläche. Etliche Unternehmen verfügen darüber hinaus über private Hafenanlagen, so dass der Gesamtumschlag bei 70 Mio. Tonnen liegt. Daten der Stadt Duisburg:
Kreisfreie Stadt - Gemeindekennzahl: 05 1 12 000 - Kfz.-Kennzeichen: DU - Geograph. Lage: 6°45' östl. Länge / 51°27' nördl. Breite - Höhenlage: 31 m über NN - Einwohner: 506.500 - Fläche: 232,82 km² - Postleitzahl: 47001-47279 - Telefonvorwahl: 0203, 02065, 02066, 02841, 02151

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Duisburg
Der offizielle Auftritt der kreisfreien Stadt Duisburg enthält thematisch gegliederte Informationen zum Leben in der Stadt, zur Kommunalpolitik, zur Wirtschaft und zu den Freizeitmöglichkeiten. Zudem finden sich aktuelle Hinweise zu Veranstaltungen, kulturellen und historischen Ereignissen wie auch eine Übersicht der Behörden.
Branchen-Index
Links zu Freizeitangeboten, Notdiensten, Veranstaltungen, Bildungsträgern und Verkehrswesen. Beinhaltet auch eine historische Beschreibung der Stadt sowie einen Stellen- und Anzeigenmarkt.
Duisburg - Das Stadtportal
Das Stadtportal bietet ein großes Branchenverzeichnis für Duisburg und listet zusätzlich Vereine und Behörden. Zudem werden das aktuelle Wetter, Veranstaltungen und Neuigkeiten aus der Region aufgezeigt.
Duisburg Nonstop
Portal für Freizeit, Kultur und Tourismus der Duisburg Marketinggesellschaft mbH. Vorhanden sind Tourist-Informationen, Kartenvorverkauf sowie Hotelreservierungen und Veranstaltungen.
Tausch- und Verschenkmarkt
Das Portal in Duisburg bietet einen durch die Wirtschaftsbetriebe Duisburg - AöR initiierten Tausch- und Verschenkemarkt zur Verminderung des Abfallaufkommens. Es finden sich Gesuche und Angebote, Impressum und Kontaktmöglichkeit.
Visit Duisburg
Es findet sich eine virtuelle Reise zu den Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen der Stadt am Rhein mit Videomaterial, Fotos und weiterführenden Informationen. So können beispielsweise virtuelle Führungen durch das Legoland am Innenhafen, die Brauerei König Pilsener oder den Hochseilklettergarten an der Regattabahn in Anspruch genommen werden.
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