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Unter »Natur« wird heute in westlichen Kulturkreisen im Allgemeinen das bezeichnet, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Natur ist bei dieser vorherrschenden Auffassung das Gegenteil von Kultur. Objekte der Natur sind nach dieser Auffassung z.B. Steine, Pflanzen, Tiere, Landschaft - ob der Mensch selbst zur Natur gehört oder nicht, ist bereits nicht mehr gesellschaftlicher Konsens. Man unterscheidet dabei zwischen belebter Natur (z.B. Tier, Pflanze) und unbelebter Natur (z.B. Steine). Naturereignisse und Naturerscheinungen sind z.B. Regen, Gewitter, Erdbeben, Vulkanausbrüche und ähnliches. Das auch diese Ereignisse längst nicht mehr von der Kultur des Menschen unbeeinflusst sind, ist oft unbekannt und passt nicht mehr in diese tradierte Auffassung.

Die »Umwelt« eines Lebewesens ist die nähere oder weiter entfernte Umgebung, die einen direkten oder indirekten Einfluss auf dieses Lebewesen und seine Lebensbedingungen ausübt. In Bezug auf den Menschen unterscheidet man unter anderem die soziale (Stichworte: Familie, soziales Milieu, soziale Schicht, Sozialisation), die kulturelle und die natürliche Umwelt. In dieser Kategorie bezieht sich der Begriff »Umwelt« auf die Natur und die Wechselbeziehungen zwischen Wirtschaft, Technik und Naturwissenschaften. Hierzu gehören die Themen Abfallwirtschaft, Biotop, Elektrosmog, Geotechnik, Lärmschutz, Naturschutz, Ökologie, Ökosystem, Reaktorsicherheit, Strahlenschutz, Umweltbewusstsein, Umweltschutz, Umweltschutzorganisation, Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, Wasserwirtschaft und ähnliche Problemfelder.

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Naturparke sind ein raum- und entwicklungspolitisches Instrument der Republik Österreich, der Bundesländer und Gemeinden. Sie werden von Naturpark-Vereinen aus Gemeinden und Verbänden getragen und organisiert. Ziel der Naturparke ist, den Erhalt und die Pflege der Kulturlandschaft auf eine traditionelle, naturverträgliche und nachhaltige Art zu fördern und zu lenken.

Thematisch erfassen sie die landschafts- und naturbezogenen Besonderheiten von Tier- und Pflanzenvorkommen, Bewirtschaftungs- und Nutzungsweisen sowie Betriebe und Organisationen, die sich auf die Bewirtschaftung und Alltagskultur spezialisiert haben.

Die Gebiete der Naturparke unterscheiden sich in einer oder mehreren herausgehobenen Eigenschaften voneinander und vom sonstigen Kulturraum. Funktion der Naturparke ist, die unterschiedlichen Nutzungsformen lokal für sich aufzunehmen, Differenzen daraus zu überwinden und zu einer Nachhaltigkeit lenken, durch:

  • Erhalt der traditionellen Landschaft durch naturverträgliche Bewirtschaftungs- und Nutzungsformen,
  • Angebote für Bildungs- und Forschungszwecke,
  • Förderung der lokalen Betriebe durch ein Naturpark-Markensiegel für (landwirtschaftliche) Produkte, naturverträgliche Gastronomie und Hotellerie
  • Förderung des naturverträglichen (Individual-) Tourismus mit Informationen und Angeboten.
  • Der Naturschutzgedanke spielt eine hohe Rolle. Allerdings stehen die Parkgebiete nicht unter einem gesetzlichem Naturschutz, da sie sich auf die Kulturlandschaft konzentrieren. Sie bilden aber eine wesentliche Pufferfunktion zwischen Intensivnutzung und Naturräumen.