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Für den Begriff der Wirtschaftskriminalität existiert keine Legaldefinition. Das Bundeskriminalamt (Deutschland) verweist auf den Straftatenkatalog des § 74c Gerichtsverfassungsgesetz für eine strukturierte Beschreibung von Deliktsgruppen als Phänomene der Wirtschaftskriminalität als:
  • Anlagedelikte
  • Finanzierungsdelikte
  • Insolvenzdelikte
  • Arbeitsdelikte
  • Wettbewerbsdelikte
  • Gesundheitsdelikte - Delikte in Verbindung mit Abrechnungsbetrug von Gesundheitsleistungen
  • Qualifizierte Betrugsdelikte - darunter Subventionsbetrug.
  • Büro 39 ist nach journalistischen Recherchen eine verdeckt arbeitende Auslandsorganisation des ZK der Partei der Arbeit Koreas des Staates Nordkorea im Verbund mit dem nordkoreanischen Geheimdienst. Es betreibt und steuert die Geldbeschaffung im bzw. aus dem Ausland durch Verleih von Arbeitskräften, mutmaßliche Valutafälschung zum Umtausch in andere Währungen (Geldwäsche), mutmaßlichen Versicherungsbetrug, Waffenhandel und Aufbau geschäftlicher Infrastruktur, an Embargos vorbei. In Europa soll das Büro 39 den Arbeitskräfteverleih steuern und am (Online-)Handel mit hochwertiger Markenbekleidung beteiligt sein.
    Der Wirecard Komplex beschreibt ein Netzwerk aus Kerngesellschaften (die im DAX notierte Wirecard AG und Wirecard Bank AG) und Partnern in diversen Konfigurationen, die international Zahlungsverkehrsdienstleistungen, Risikomanagement und Kreditkartenakzeptanzleistungen online und an Kassensystemen erbracht haben.

    Die in einem Wikipedia-Artikel aufgeführte Historie, Investoren und das Struktogramm im ersten Zatarra-Report im Februar 2016 lässt Fragen zu fortlaufenden großvolumigen inoffiziellen Partnergeschäften der Abrechnung von Pornografie, Internet-Dailern und Online-Glücksspiel über Firmen in den USA, Dubai, Singapur, Indien und Großbritannien, sowie zum Anfangsverdacht auf professionelle Geldwäsche über Briefkastenadressen zu.

    Das Unternehmen Wire Card wurde 1999 gegründet, firmierte 2006 zu Wirecard um und befindet sich seit Juni 2020 in Insolvenz. Mitglieder des Managements wurden zeitnah verhaftet bzw. werden per internationalem Haftbefehl gesucht.

    Auf politischer Ebene lösten die Vorgänge um Wirecard einen Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages sowie eine Umorganisation der Behörde für Finanzmarktaufsicht BaFin aus. Im Rahmen des Untersuchungsausschusses wurde bekannt, dass der Bundesnachrichtendienst über Geldwäsche keine Informationen besaß, aber die Verbindungen von Vorstandsmitgliedern in Regionen der Sperrliste gegen Geldwäsche und Terrorismusbekämpfung bekannt waren.