Gesellschaft Geschichte Nach Zeitabschnitten Neuzeit 20. Jahrhundert Nationalsozialismus
Verfolgung und Vernichtung
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Die Verfolgung von Systemgegnern in der NS-Diktatur und die Verfolgung und Vertreibung der Juden bis zum Krieg sowie der Judenmord und die Leugnung des Holocaust.
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Seiten 20
Leo Katzenberger, zeitweilig Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde und ein wohlhabender und geachteter Bürger, betrieb bis zum Pogrom (der so genannten "Reichskristallnacht") im Jahre 1938 in Nürnberg einen Schuhgroßhandel. 2002 wurde darüber der Film "Leo und Claire" gedreht.
Nach der Pogromnacht (9./10. November 1938) wurden in einer Aktion im ganzen Reich gesunde, junge, vermögende Juden inhaftiert, um ihnen das Vermögen abzunehmen und zur Auswanderung zu drängen.
Archiv über NS-Verfolgte mit Online-Teilveröffentlichung aus einem Bestand von 30 Millionen Belegen. Sammlungsschwerpunkte sind: KZ-Dokumentation, KZ-Häftlinge, Polizeimaßnahmen, Lebensläufe, Lebensumstände von Displaced Persons. Mit diversen Informationen zu Wanderausstellungen der Organisation, Zusammenarbeit mit Forschungs- und Bildungseinrichtungen.
Ausdruck der von Dieter Speck zusammengestellten Datenbank des Universitätsarchivs mit Promotionsdaten, Aberkennungsdaten, Gründen und Nachweisen. Die Entziehungsgründe sind unter anderem: "Aberkennung der Staatsangehörigkeit (Jude)", Homosexualität, kommunistische Umtriebe, Kuppelei, rückfällige Trunksucht etc.
[PDF]
Digitalisat des "Gaskammerbriefes" des Juristen Erhard Wetzel an den Reichskommissar Ostland Hinrich Lohse vom 24. Oktober 1941.
Informationen zum Brief des Erhard Wetzel, Jurist im sog. "Judenreferat" des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO), an den Reichskommissar Ostland Hinrich Lohse (Riga) vom 25. Oktober 1941. In ihm wird die beabsichtigte Vernichtung arbeitsunfähiger Juden mittels Gas in stationären Gaskammern ("Unterkünften") bekanntgegeben. Der Brief ist erster Beleg sowie Beweismittel im Nürnberger Ärzteprozess (1946/1947) gewesen. Er lässt eine Verbindung zwischen der Aktion T4 und dem „Euthanasiedienst“ zu.
Die Gestapo war ein kriminalpolizeilicher Behördenapparat und die politische Polizei in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945). Als Instrument des NS-Staates besaß sie weitreichende Machtbefugnisse bei der Bekämpfung politischer Gegner.
Mit diesem 1933 verabschiedeten Gesetz wurden "nichtarische" Personen vom Berufsbeamtentum ausgeschlossen.
Über die früheren Auswandererhallen hinter dem Bremer Bahnhof wird berichtet, wie sie zum Konzentrationslager wurden. Links weisen auf weiterführende Dokumentationsseiten.
Auf der Grundlage des Buchs "KZ-Züge auf der Heidebahn" wird die Geschichte der Judentransporte auf der Bahnlinie zwischen Hamburg und Hannover beschrieben.
Erinnert an den 1995 verstorbenen Sozialphilosophen, der 1938 vor den Nazis in die Schweiz fliehen musste.
Die Novemberpogrome 1938 steigerten den staatlichen Antisemitismus zur Existenzbedrohung für die Juden im ganzen Deutschen Reich. Entgegen der NS-Propaganda waren sie keine Reaktion des „spontanen Volkszorns” auf die Ermordung eines deutschen Diplomaten durch einen Juden. Sie sollten vielmehr die seit Frühjahr 1938 begonnene gesetzliche „Arisierung”, also die Zwangsenteignung jüdischen Besitzes und jüdischer Unternehmen planmäßig beschleunigen, mit der auch die deutsche Aufrüstung finanziert werden sollte.
Bericht über die im Arnsberger Wald durch Exekutionskommandos aus Waffen-SS und Wehrmacht Ende März 1945 ermordeten 208 polnischen und russischen Zwangsarbeiter, sowie Ausgrabungen von Resten der Habseligkeiten, die den Opfern vor den Erschießungen abgenommen und versteckt wurden, zur Tatrekonstruktion.
Die Bedeutung des Schreckensbegriffs zur Verfolgung von Sinti und Roma durch Nationalsozialisten wird beschrieben.
Die Eigendynamik von Finanzämtern zur Erhebung einer Reichsfluchtsteuer und Judenvermögensabgabe ab 1934, mit anschließender Einziehung des Vermögens und Enteignung im Falle der Nichtzahlung, wird am Beispiel des Schriftstellers Lion Feuchtwanger und Anderen und der Finanzverwaltung Berlin erläutert.
Im Oktober 2009 soll mit einer „Spur der Erinnerung“ in Form einer 70km langen Farbspur von Grafeneck bis zum Innenministerium in Stuttgart an die Beteiligung der öffentlichen Verwaltung bei den Kranken- und Behindertenmorden erinnert werden.
Der 20 minütige Dokumentarfilm zeigt Szenen aus der Befreiung von Konzentrationslagern sowie Szenen aus zwangsweisen Rundgängen und Bestattungseinsätzen der Zivilbevölkerung nach Lagerbefreiung. Er wurde ab 1946 in Teilen Deutschland-West und in Österreich im Rahmen der Umerziehung und Entnazifizierung öffentlich in Kinos gezeigt. Der Artikel beschreibt die Details, Herstellung und Rahmenbedingungen. Hinweis: Der Film enthält Szenen mit Toten und Andeutungen grausamer Gewalt. Er ist für Kinder und empfindsame Personen nicht geeignet.
Plattform mit Video- und Audiointerviews mit Verfolgten des Nationalsozialismus mit einem Bezug zu Österreich. Die Interviews mit ehemaligen KZ-Insassen, Zwangsarbeitenden und Alltagsverfolgten stammen aus verschiedenen separat beschrieben Sammlungen. Mit Hinweisen zur Verwendung in der schulischen und außerschulischen Bildung.
Verfolgung und Vernichtung württembergischer Juden
Bericht über die Ermordung von Häftlingen der Emslandlager kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. (taz)
(April 11, 2005)
Archiv über NS-Verfolgte mit Online-Teilveröffentlichung aus einem Bestand von 30 Millionen Belegen. Sammlungsschwerpunkte sind: KZ-Dokumentation, KZ-Häftlinge, Polizeimaßnahmen, Lebensläufe, Lebensumstände von Displaced Persons. Mit diversen Informationen zu Wanderausstellungen der Organisation, Zusammenarbeit mit Forschungs- und Bildungseinrichtungen.
Informationen zum Brief des Erhard Wetzel, Jurist im sog. "Judenreferat" des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO), an den Reichskommissar Ostland Hinrich Lohse (Riga) vom 25. Oktober 1941. In ihm wird die beabsichtigte Vernichtung arbeitsunfähiger Juden mittels Gas in stationären Gaskammern ("Unterkünften") bekanntgegeben. Der Brief ist erster Beleg sowie Beweismittel im Nürnberger Ärzteprozess (1946/1947) gewesen. Er lässt eine Verbindung zwischen der Aktion T4 und dem „Euthanasiedienst“ zu.
Digitalisat des "Gaskammerbriefes" des Juristen Erhard Wetzel an den Reichskommissar Ostland Hinrich Lohse vom 24. Oktober 1941.
Die Bedeutung des Schreckensbegriffs zur Verfolgung von Sinti und Roma durch Nationalsozialisten wird beschrieben.
Der 20 minütige Dokumentarfilm zeigt Szenen aus der Befreiung von Konzentrationslagern sowie Szenen aus zwangsweisen Rundgängen und Bestattungseinsätzen der Zivilbevölkerung nach Lagerbefreiung. Er wurde ab 1946 in Teilen Deutschland-West und in Österreich im Rahmen der Umerziehung und Entnazifizierung öffentlich in Kinos gezeigt. Der Artikel beschreibt die Details, Herstellung und Rahmenbedingungen. Hinweis: Der Film enthält Szenen mit Toten und Andeutungen grausamer Gewalt. Er ist für Kinder und empfindsame Personen nicht geeignet.
Plattform mit Video- und Audiointerviews mit Verfolgten des Nationalsozialismus mit einem Bezug zu Österreich. Die Interviews mit ehemaligen KZ-Insassen, Zwangsarbeitenden und Alltagsverfolgten stammen aus verschiedenen separat beschrieben Sammlungen. Mit Hinweisen zur Verwendung in der schulischen und außerschulischen Bildung.
Bericht über die im Arnsberger Wald durch Exekutionskommandos aus Waffen-SS und Wehrmacht Ende März 1945 ermordeten 208 polnischen und russischen Zwangsarbeiter, sowie Ausgrabungen von Resten der Habseligkeiten, die den Opfern vor den Erschießungen abgenommen und versteckt wurden, zur Tatrekonstruktion.
Ausdruck der von Dieter Speck zusammengestellten Datenbank des Universitätsarchivs mit Promotionsdaten, Aberkennungsdaten, Gründen und Nachweisen. Die Entziehungsgründe sind unter anderem: "Aberkennung der Staatsangehörigkeit (Jude)", Homosexualität, kommunistische Umtriebe, Kuppelei, rückfällige Trunksucht etc.
[PDF]
Die Eigendynamik von Finanzämtern zur Erhebung einer Reichsfluchtsteuer und Judenvermögensabgabe ab 1934, mit anschließender Einziehung des Vermögens und Enteignung im Falle der Nichtzahlung, wird am Beispiel des Schriftstellers Lion Feuchtwanger und Anderen und der Finanzverwaltung Berlin erläutert.
Nach der Pogromnacht (9./10. November 1938) wurden in einer Aktion im ganzen Reich gesunde, junge, vermögende Juden inhaftiert, um ihnen das Vermögen abzunehmen und zur Auswanderung zu drängen.
Im Oktober 2009 soll mit einer „Spur der Erinnerung“ in Form einer 70km langen Farbspur von Grafeneck bis zum Innenministerium in Stuttgart an die Beteiligung der öffentlichen Verwaltung bei den Kranken- und Behindertenmorden erinnert werden.
Leo Katzenberger, zeitweilig Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde und ein wohlhabender und geachteter Bürger, betrieb bis zum Pogrom (der so genannten "Reichskristallnacht") im Jahre 1938 in Nürnberg einen Schuhgroßhandel. 2002 wurde darüber der Film "Leo und Claire" gedreht.
Verfolgung und Vernichtung württembergischer Juden
Die Novemberpogrome 1938 steigerten den staatlichen Antisemitismus zur Existenzbedrohung für die Juden im ganzen Deutschen Reich. Entgegen der NS-Propaganda waren sie keine Reaktion des „spontanen Volkszorns” auf die Ermordung eines deutschen Diplomaten durch einen Juden. Sie sollten vielmehr die seit Frühjahr 1938 begonnene gesetzliche „Arisierung”, also die Zwangsenteignung jüdischen Besitzes und jüdischer Unternehmen planmäßig beschleunigen, mit der auch die deutsche Aufrüstung finanziert werden sollte.
Die Gestapo war ein kriminalpolizeilicher Behördenapparat und die politische Polizei in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945). Als Instrument des NS-Staates besaß sie weitreichende Machtbefugnisse bei der Bekämpfung politischer Gegner.
Über die früheren Auswandererhallen hinter dem Bremer Bahnhof wird berichtet, wie sie zum Konzentrationslager wurden. Links weisen auf weiterführende Dokumentationsseiten.
Erinnert an den 1995 verstorbenen Sozialphilosophen, der 1938 vor den Nazis in die Schweiz fliehen musste.
Auf der Grundlage des Buchs "KZ-Züge auf der Heidebahn" wird die Geschichte der Judentransporte auf der Bahnlinie zwischen Hamburg und Hannover beschrieben.
Mit diesem 1933 verabschiedeten Gesetz wurden "nichtarische" Personen vom Berufsbeamtentum ausgeschlossen.
Bericht über die Ermordung von Häftlingen der Emslandlager kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. (taz)
(April 11, 2005)